Saure Tonerden gegen Mehltau, Feuerbrand u. verschiedene Pilzkrankheiten

Im ökologischen Anbau verbietet sich der massive Einsatz von Kupfer u.a. bei Mehltau, da es sich im Boden anreichert und das Bodenleben nachhaltig schädigt. Als Alternativen zum Kupfer setzt man im ökologischen Landbau auf vorbeugende Maßnahmen um den Pilzdruck zu vermindern.
Bewährt haben sich bei der vorbeugenden Behandlung von Pilzerkrankung wie Mehltau und Feuerbrand neben Pflanzenextrakten auch Produkte auf der Basis von sauren Tonerden.

 Die biologische Wirkung der sauren Tonerden bei Pilzkrankheiten 

Im ökologischen Landbau werden seit vielen Jahren Produkte mit sauren Tonerden gegen Pilzkrankheiten verwendet.
Die abtötende Wirkung dieser Produkte auf die Pilzsporen beruht auf dem Aluminiumgehalt der Tonerde. Im sauren Milieu (pH-Wert der Spritzbrühe liegt bei 3,5 – 3,8) lösen sich Al3+ Ionen aus den Tonmineralien, welche eine direkte Wirkung auf die Pilzsporen haben.
Dass saure Tonerden gegen Mehltau wirken ist erwiesen.
Den sauren Tonerden wird auch eine resistenzinduzierende Wirkung zugesprochen, Studien dazu liegen noch nicht vor.
In der EU wurden Produkte/ saure Tonerden bisher von keiner Firma als Pflanzenschutzmittel beantragt. Die gibt es nur  in der Schweiz.

Gegen Mehltau und Feuerbrand sehr wirksam ist das biologisches Pflanzenstärkungsmittel PS Myco Sin.

Ausgangsmaterialien in PS Myco Sin:
Schwefelsaure Tonerde, Silikat, Hefebestandteile, Schachtelhalmextrakt.
Der PH- wert liegt mit 3,8 im sauren Bereich.

Saure Tonerden in PS Myco Sin gegen Feuerbrand

Feuerbrand wird verursacht durch das Bakterium Erwinia amylovora und zählt zu den
gefährlichsten Krankheiten des Kernobstes (Apfel, Birne und Quitte).  In den letzten 30 Jahren breitete sich der Erreger über ganz Europa aus. Bei der Bekämpfung von Erwinia amylovora steht die
Vermeidung von Blüteninfektionen im Vordergrund. Der Erreger vermehrt sich auf den
Blüten epiphytisch und dringt durch die Nektarien im Blütenboden in die Pflanze ein.

Im Ausland wurden Versuche im Labor und Freiland mit Tonerdepräparaten gegen Feuerbrand durchgeführt (Stefan Kunze, Universität Konstanz ). Die Untersuchungen bescheinigen den sauren Tonerden z.T. die bessere Wirkung als dem Kupfer.

Weiterführende Informationen und Anwenung von Myco Sin
Da Myco Sin im stark sauren Bereich liegt, sollte es bei Pflanzen die einen neutralen Boden wollen und mit  Rhizobien in Symbiose leben nicht angewandt werden.
Knöllchenbakterien Rhizobien bevorzugen etwa neutrale und basische Böden (pH-Spanne ca. 4,5–9,5;),

Hinweis:
In letzter Zeit ist die Diskussion um die Schädlichkeit von Aluminium entbrannt, da es ursächlich verantwortlich, sicher aber mitverantwortlich für den ständige Anstieg der Alzheimererkrankungen in der westlichen Welt gemacht wird.
Besonders im ökologischen Obst-, Gemüse- und Weinanbau werden die sauren Tonerden gegen Mehltau, Apfelfäule, Feuerbrand eingesetzt. Es bestehen Bedenken, dass der Einsatz der sauren Tonerden den Al-Gehalt der Lebensmittel stark erhöhen könnte.
2009 wurden diesbezüglich Versuche im Apfelanbau durchgeführt, bei denen Tonerdepräparate während der
Sommermonate wiederholt eingesetzt wurden (17 Behandlungen). Die behandelten Früchte hatten im Durchschnitt
2 mg Al pro kg Frischgewicht, während die unbehandelten Früchte ca. 0,6 mg enthielten.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt derzeit einen PTWI Wert (provisorischer Wert für die tolerierbare wöchentliche Aufnahme) von 1 mg Al/kg Körpergewicht.
Nach einer Metatudie der EFSA nehmen wir über die Ernährung je nach Land und Ernährungsgewohnheit zwischen 1 und 15 Gramm Aluminium pro Tag  zu uns.Erwachsenen entspricht das bis zu 0,2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, bei Kindern und Säuglingen bis zu etwa 0,35 Milligramm.
Wenn danach die wöchentlichen Aufnahme (von 1 mg Al/kg Körpergewicht)  von bis zu einem Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht unbedenklich wäre, also 0,143 Milligramm pro Kilogramm und Tag bedeutet das, dass ein Großteil der Bevölkerung diesen Grenzwert schon durch die Aufnahme über die Nahrungsmittel überschreitet.
Die Forschung ist sich einig, dass um zu erkranken eine chronische Vergiftung über lange Zeiträume stattfinden muss, allein durch die Aufnahme der Nahrung ist das noch nicht gegeben. Das Element Aluminium ist in unserem Alltag allgegenwärtig:  im Trinkwasser, in Medikamente, in Zahnfüllungen, Kochgeschirr, Verpackungen.

 

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