Kolloidforschung und Gesundheit

Kolloidforschung  und  Gesundheit.
Auch wer das Einzelne möchte, sollte nicht blind für das Ganze sein.
Mehr deuktive Denkweise anstelle der bevorzugt  induktiven Denkweise in der Forschung ist gefragt
deduktiv (= vom Ganzen auf das Einzelne schliessen)
induktiv (= vom  Einzelnen auf das Ganzen schliessen)
Eine neue Schlüsseltechnologie ist die Nanotechnologie. Sie beschäftigt sich mit Stoffsystemen, die Strukturen im Übergangsbereich zwischen atomar und grobdispers(>1nm bis 1000 nm)aufweisen. Bei fortschreitender Zerkleinerung von Material nimmt die Bedeutung von Volumeneigenschaften der Stoffe gegenüber ihrer Oberflächeneigenschaften extrem ab. Die Grundmaterie verliert damit zunehmend ihre charakteristischen Festkörpereigenschaften. Gesetze der klassischen Physik und Chemie gelten eingeschränkt oder gar nicht mehr. Andererseits zeigen alte und neue wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig, dass das Leben in der Natur (Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere) und das Leben der Menschen nur durch Vorhandensein von kolloidalen Strukturen möglich sind.
Kolloide (=feste oder flüssige Stoffe , die in Teilchengröße von 100 bis 1000 nm) vorliegen.
Mittelstellung zwichen molekulardispersen (<100nm) und grobdispersen( >1000 nm ) Zustand. Diese ursprüngliche Definitionen gelten heute nur noch eingeschränkt, weil die Teilchen meist nicht kugelförmig sind. Bei fadenförmigen oder flächenhaften Teilchen gelten die Grössen für die kleinste Dimension des Einzelteilchens. Bizarre Teilchen werden nach ihren kolloidalen Eigenschaften eingeordnet.

Kolloidale Zustände kennt unser Körper,Nanozustände der Materie, von den an sich bekannten Stoffen, nur bedingt oder gar nicht. Hieraus ergeben sich zahlreiche Probleme.
Unser Körper hat gelernt kolloidale Substanzen effektiv aufzunehmen oder die Aufnahme zu verweigern.Für die Produkte aus der Nanotechnologie trifft das nur sehr bedingt zu. Wir kennen Stoffe, die in natürlicher Form günstig für unser Leben oder harmlos,  in Nanopartikelteilchengröße hoch toxisch (giftig) sind. Die Tatsache, dass die meisten Bestandteile der Lebewesen und unsere natürliche Nahrung strukturell Kolloide darstellen und die wissenschaftliche Kenntnis über sie gegenwärtig unzureichend sind, sagt deutlich, dass die Kolloidforschung eine Spitzenforschung sein sollte.
Der Begriff kolloid wurde 1861 von GRAHAM eingeführt. Er wandte diesen Begriff auf Teilchen von 0,001 nm bis zu einem Mikrometer an. Diese Teilchen nehmen daher eine Position zwischen molekularen und Festkörperdimensionen ein. Kolloide sind keine Substanzklasse, sondern es geht vielmehr um einen Zustand der Materie, ähnlich wie Aggregatszustände fest, flüssig oder gasförmig. Das Besondere ist, dass sich wesentliche Stoffeigenschaften bei kolloidalen Dimensionen stark verändern. Die klassischen Gesetze der Physik und der Chemie sind in diesem Dimensionsbereich nicht mehr gültig, weil das Verhältnis der Teilchenmasse zur Teilchenoberfläche stark überwiegt und die intensiven Wechselwirkungen an den Phasengrenzflächen die Eigenschaften bestimmen.
Kolloide sind also Partikel , deren Energie ( und Eigenschaften) maßgeblich von der Größe und Form und Art der Oberflächen bestimmt werden.
Trotz der gegenwärtig immensen allgemein chemischen, physikalischen, medizinischen Forschungsergebnisse und der gewaltigen Entwicklung der Medizintechnik der letzten Jahrzehnte ist die Gesunderhaltung der Weltbevölkerung nicht annähernd garantiert. Besonders die so genannten Zivilisationskrankheiten nehmen progressiv zu. Immer neue Stoffe und Krankheiten werden entdeckt, die das Leben auf der Welt bedrohen. Andererseits werden laufend neue Substanzen im menschlichen Körper, in den Pflanzen und im Boden bedeckt , ohne die die ein optimales Leben nicht möglich ist. Dabei hat die gegenwärtige moderne Forschung mit ihrer bevorzugten induktiven Denkweise als alleinig zugelassener wissenschaftlicher Beweis ,trotz ihrer Erfolge, nur sehr begrenzt zur generellen Lösung der Gesundheitsprobleme beigetragen. Die deduktive  Denkweise wird immer noch als unwissenschaftlich abgelehnt. Es ist aber eindeutig festzustellen, dass die induktive Denkweise zwar unentbehrlich ist (Chemie, Physik) aber bei der alleinigen Übertragung dieser Teilforschung auf die belebte Welt versagen muss. Unser Wissen von der Natur ist gegenwärtig immens und bereits kaum überschaubar, aber das was wir nicht wissen ist noch viel unüberschaubarer.
Die belebte Natur läßt sich nicht mit Denkweisen und Messmethoden für totes Material allein wissenschaftlich ergründen.
Eine ausserordentlich grosse Bedeutung für die Entwicklung, Existenz und Gesundheit von Pflanzen, Tier und Menschen haben die kolloidalen Zustände der Materie in den Organismen. Kolloide kommen in Flüssigkeiten nicht elementar gelöst vor und sind in den lebenden Organismen allgegenwärtig.
Solche kolloidalen Strukturen und Kolloidsysteme dominieren in unserem Körper, dazu zählen: unser Blut und seine Bestandteile; die Lymphe in unseren Lymphgefäßen; Eiter; Fruchtwasser; Urin; Schleim und Schleimhaut; Drüsensäfte: Magensäfte, Darmsäfte, Galle, Hormone, Inselzellen, Schweiß, Speichel,Tränen Enzyme, /Fermente ,Vitamine; das Kammerwasser der Augen und die Glaskörpergallerte; die Hämatomflüssigkeiten; auch die Kollagene in den Bindegeweben, Sehnen, Knorpel, Knochen, usw.haben kolloidale Eigenschaften.
Unsere natürlichen Nahrungsmittel sind ebenfalls kolloidal strukturiert. Und erlauben dadurch einen effektiven Stoffwechsel in unserem Körper, indem sie bei der Verdauung nicht in in die atomaren Bestandteile zerlegt werden müssen, um z.B. arteigene (körpereigene) Eiweiße aufzubauen. Diese unvollständige Aufzählung zeigt die Dimension und Bedeutung des kolloidalen Zustandes in der Materiefür das Leben.
Heutige medizinische Kolloidforschung:
Die Kolloidforschung Neueste Spitzenforschung ist das Spezialteilgebiet der Nanotechnologieforschung (Teilchengröße von 1 bis 10 nm) das sich unmittelbar unterhalb an den kolloidalen Bereich anschließt. Diese Stoffe sind nicht ionar, molekular oder kolloidal, sind aber auch keine Feststoffe. Gegenwärtig ist in der allgemeinen Medizinforschung die Beschäftigung mit kolloidalen Systemen zur Gesundheitsvorsorge und für die Nutzung von Krankheitstherapien in Fachschulen und Hochschulen und öffentlichen Institutionen als unzureichend anzusehen. In der medizinischen Hochschulausbildung für die Ärzte werden nur wenige und sehr allgemeine Kenntnisse über kolloidale zusammenhänge bei den Stoffwechselvorgängen vermittelt. Bei der Herstellung von Medikamenten werden jedoch von der Pharmaindustrie modernste kolloidwissenschaftliche und nanotechnologische Methoden eingesetzt. Kolloidale Partikel können vom menschlichen Organismus besser aufgenommen werden. Kolloide lassen sich deshalb als Trägersubstanzen für Medikamente einsetzen. Damit kann eine kontrollierte Abgabe der Wirkstoffe an einem gewünschten Wirkungsort gezielt erfolgen. Hierbei handelt es sich vorrangig um die Anwendung neuer chemischer Wirkstoffe , die oft in der Natur nicht existieren.

Heutige Kolloidforschung in der Nahrungsmitteltechnologie
Die heutige praktizierte Kolloidforschung in der Lebensmitteltechnologie ist für die Gesundheit problematisch. Die natürlichen Lebensmittel werden zerstörerischen Behandlungen unterworfenwie Erhitzen, Konservieren, und Präparieren mit dem Ziel einer langen Haltbarkeit und der Steigerung der Genießbarkeit für die Endprodukte.
Dadurch werden einmal wertvolle, meist kolloidale Inhaltsstoffe (Vitalstoffe, wie Vitamine, Enzyme/ Fermente) vernichtet. Andererseits werden vitalstoffarmes Eiweiß  mageres Muskelfleisch) leere Kohlehydrate (Auszugsmehl und deren Produkte, leere (Fabrikzucker) und reines Fett (raffinierte Öle) hoch angereichert.Diese Produkte sind nach KOLLATH keine Lebensmittel mehr, sondern bestenfalls nur noch Teilnahrung mit vielen Kalorien. Diesen Nahrungsmitteln fehlen u.a. die Vitalstoffe.
(Vitalstoffe=Vitamine, Enzyme/Fermente, Spurenelemente Mineralstoffe, ungesättigte Fettsäuren, Aromastoffe, Ballaststoffe und Stoffe, die dazugehören aber zur Zeit noch nicht entdeckt sind)
Künstliche Produkte, meistens kolloidwissenschaftlich hergestellt , wie Margarine, fettarme Milch ,Magerquark, Tofu und andere mehr,  stehen als Ersatz zur Verfügung , sind aber ebenfalls keine Lebensmittel, sondern chemische und tote Präparate und besitzen auch nicht mehr den ursprünglich kolloidalen Zustand. Daher können sie auch nicht mehr zu einer vollwertigen Ernährung beitragen. Eine menschliche und tierische Ernährung von solchen Teilnahrungsmitteln und Ersatzstoffen führt zwangsweise zur Mangelernährung und bei den meisten Menschen gleichzeitig zu einer krankhaften Gewichtszunahme. Bei den Tieren ist diese Gewichtszunahme gewollt und wird zur Produktion von viel und preiswertem (minderwertigem) Fleisch kommerziell genutzt.

Ausblick.
Da sich bekanntermaßen fast alle Lebenserscheinungen in sehr komplexen kolloiden Systemen abspielen und unser Organismus damit untrennbar verbunden ist,  sind durch den unzureichenden gegenwärtigen Kenntnisstand der Zusammenhänge und die derzeitig praktizierte Überbewertung der induktiven Forschung, kurzfristig ohne die Einbeziehung (Gleichbewertung) deduktiver Forschungen, keine durchgreifenden Erfolge für die Gesundheit zu erwarten.
Die Anwendung der kolloidwissenschaftlichen Kenntnisse, Erfahrungen und Gesichtspunkte für die menschliche Gesundheit sind überaus zahlreich. Die wichtigsten Bausteine der organischen Substanz sind die kolloidalen Eiweißstoffe die kolloidalen Kohlehydrate, die kolloidalen Fette und die kolloidalen Vitalstoffe (Vitamine, Enzyme/Fermente, Spurenelemente, Mineralstoffe, ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe). Sind sie gesund sind wir gesund. Werden diese natürlichen Systeme nur mit klassischen chemischen und physikalischen Untersuchungsmethoden charakterisiert, sind generelle wissenschaftliche Erkenntnisse für die Verbesserung des Gesundheitszustandes des Menschen kaum zu erwarten. Unser Wissen hängt gegenwärtig fast ausschließlich von dem Stand der induktiven chemischen, physikalischen und physiologischen Forschung ab. Da die Methoden sich dauernd verfeinern, werden die Befunde, die ursprünglich einfach erschienen immer komplizierter.
Heutiges deduktives Denken steht auf einer höheren Erkenntnisstufe und kann gemeinsam mit den Ergebnissen der induktiven Forschung zu einem tieferen Verständnis des Lebendigen als einer Ganzheit beitragen. Vorläufig ist das Lebendige mittels experimentell-analytischer Methodik jedoch noch nicht vollständig zugänglich, kann aber der verstandesmäßigen und vernunftgemäßen Prüfung unterworfen werden.
Vorrangig künftiges Ziel sollte daher sein, in Forschung und Lehre und Technik sich auf die Erhaltung der Gesundheit der Menschen zu konzentrieren (Prävention und Salutogenese ) und nicht so überbetont auf die symptomatische Minderung von Krankheiten .
Kolloide und Gesundheit bilden eine Einheit.
Dr.rer.nat. habil. Dieter Schmidt Mineraloge

Forschungs- und Untersuchungsberichte
21 wissenschaftliche Originalarbeiten
32 Forschungs und Untersuchungsberichte
9 Patentanmeldungen

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